Leckeres Veganes „Milch“-Eis? Wir haben den Test gemacht!

Sommer, Sonne, Eis... und das ohne Milch? Hierzulande müssen Eis-Liebhaber bei weitem nicht mehr auf ihre kalten Gaumenfreuden verzichten, um dem Tierwohl zu dienen. Rein pflanzliche Alternativen zu herkömmlichem Milcheis nehmen stetig zu. Ob alle davon Veganer wie auch für Mischköstler gleichermaßen ansprechen, wollten wir genauer wissen und haben den Selbsttest gewagt:

Im Test standen acht Sorten aus dem Kühlregal sowie zwei regionale Eissorten, die in Dresdner Cafés zu finden sind. Hinzu kamen drei verschiedene Mango-Eis, die sich in den Milcheis-Test mogelten.

Unter den in Läden erhältlichen Eissorten stellte sich schnell unser absoluter Favorit heraus: „Das Eis – Double Nut“ (Haselnuss-Basis, soja-/glutenfrei).

Neben der herrlich cremigen Konsistenz und dem nussigen Geschmack besticht es vor allem durch die leckeren Erdnussstückchen. Einziger Nachteil: Der Preis. Da es nur in Bioläden erhältlich ist, muss man hier tiefer in die Tasche greifen (6,49€/0,5l). Damit ist es allerdings vergleichbar mit Marken wie Häagen-Dazs und Ben & Jerry’s, was bei den ausgewählten Bio-Zutaten durchaus als angemessen gesehen werden kann.


Gut und dazu noch günstig (2,99€/0,75l) ist unser Zweitplatzierter: „Swedish Glace – divine chocolate“ (Soja-Basis) lässt sich auch in Supermärkten finden und überzeugt durch seine sehr cremige Natur wie auch besondere Geschmacksnote: Sein Rührkuchen ähnlicher Geschmack ist jedoch vielleicht nicht für jeden Schokoladen-Freund das Richtige.

Nicht ganz so überzeugend – vor allem für Mischköstler – aber noch im geschmacklich zufriedenstellenden Bereich schnitten die restlichen Kühlregal-Eissorten ab. (Anzumerken sei an dieser Stelle, dass die Getreidegeschmack erprobten Veganer in unserem Test in der Minderheit waren, was das Ergebnis vermutlich ein wenig beeinflusste.)

 

Auf dem dritten Platz landete „Soyeah – Vanille“ (Soja-Basis), dessen deutlicher Soja-Geschmack nicht jeden für sich gewinnen konnte, jedoch auch seine cremigen und leicht zitronigen Vorzüge hat. Trotz seiner Herkunft aus dem Bioladen hält sich hier der Preis noch etwas im Rahmen (3,50€/0,5l).

Den vierten Platz teilen sich gleich vier Sorten:

 
„Naturattiva – Vanille-Himbeere“ (Reis-Basis) weist zwar recht wenig Eigengeschmack auf und erinnert etwas an Getreide, kann dies aber mit seinem Fruchtanteil etwas kompensieren. Leider erinnert dieser eher an rote Grütze und hält sich mengenmäßig auch in Grenzen. Auch der Preis ist durchaus stattlich angesichts des eher durchschnittlichen Geschmacks (6,19€/0,75l).


Die „Naturattiva – Eis am Stiel mini“ (Reis-Basis) konnten mit ihrer guten Größe wie auch ihrer leckeren, knackige Schokoladehülle punkten, enttäuschen jedoch leider etwas durch den faden Eis-Geschmack, der im Test gerade Mischköstler nicht begeistern konnte. Auch könnte diese hier wiederum der Preis für diese Mini-Eisstäbchen abschrecken (5,89€/6 Stück).


„Das Eis – Cookie Dough“ enthält zwar auf der positiven Seite wenig Zusatzstoffe und ist angenehm schokoladig, kann dem Vergleich zu herkömmlichem Cookie Dough-Eis jedoch nicht standhalten und ist dazu noch recht preisintensiv (6,49€/0,5l): Es erinnert geschmacklich eher an Bounty und „überrascht“ mit wenigen, recht faden Teigstückchen.

 

„mio – Soja Vanille“ (Soja-Basis) aus dem Supermarkt ist hingegen nicht sehr süß und durch einen eher buttrigen, wenig intensiven Geschmack geprägt. Positiv sei hier zu vermerken, dass auch der Sojageschmack gering ist und sowohl die sahnige Konsistenz als auch der Preis (2,99€/1l) stimmen.

Auf den letzten Platz unter den „Milcheis-Sorten“ rutschte „Naturattiva – Vanille-Kakao“ (Reis-Basis). Zu kritisieren gibt es wiederum einen schwachen Geschmack, der jedoch gerade unsere Mischköstler stark an Getreide erinnerte, sowie den geringen Schokoladen-Anteil. Dieser muss geschmacklich jedoch neben der guten Konsistenz gelobt werden. Insgesamt ist in unseren Augen jedoch auch bei diesem Eis fraglich, ob es sein Geld wert ist (6,19€/0,75l).

Bei den regionalen Eissorten in Dresden stach das hausgemachte Softeis im Café V-Cake heraus (Soja-Basis). Nicht zu süß und dazu unheimlich schokoladig-lecker! Für nur 2€ bekommt man neben dem getesteten Vanille-Schoko-Eis in den Sommermonaten auch oftmals Beeren-Eis in verschiedenen Variationen aus frischem Obst und frei von unnatürlichen Zusätzen. Das schmeckt man und verdient sich die Bestnote.

Ebenfalls sehr zu empfehlen ist der Soja-Eisbecher in der Tiki-Bar (4,95€/Eisbecher). Dabei schloss im Test das Schokoeis um einiges besser ab als das Vanilleeis. Bei letzterem sticht der Sojageschmack recht stark hervor und übertönt die Vanillenote. Wett machen das jedoch nicht nur die Kiwisoße sowie die frischen Früchte, sondern gerade die angenehme Süße des Schokoladeneises. Abgesehen von seiner etwas kristallinen Konsistenz ist es perfekt für jeden, der einen intensiven Schokoladengeschmack mag.

Außerhalb der „Milcheis“-Konkurrenz schlichen sich zwei lokale Fruchteissorten Dank ihrer guten Note hier doch noch als Geheimtipp am Rande ein:  

 

 

 

Das Mango-Eis von Neumann schmeckt nicht nur wie frische, reif geerntete Mangos, sondern ist außerdem herrlich cremig, angenehm süß und nicht zu teuer (1€/Kugel).

 

Auch das fast schon knallig-fruchtige – wenn auch ein wenig festere – Pau Pau (2,30€/ca. 0,2l) schnitt durchweg gut ab.

 

Dem gegenüber schneidet das Mango-Eis aus dem Café Komisch leider eher schlecht ab. Das oftmals gelobte Eis konnte diesmal aufgrund der starken Süße und des vergleichsweise geringen Mangogeschmacks wenig Anklang finden. Insgesamt mussten wir eher an preiswerten Supermarkt-Nektar und Mango-Konzentrat als an echte Früchte denken – dafür stimmt jedoch der Preis (2€/ca. 0,2l).

Hierbei ist allerdings darauf hinzuweisen, dass es auch viele andere vegane Fruchteissorten gibt – sowohl Sorbets in Cafés wie auch in Supermärkten, die als solches nicht unbedingt ausgewiesen sind. Ein Blick auf die Zutaten lohnt sich also ebenso wie die Nachfrage in der Eisdiele eurer Wahl.

 

Na dann: Guten Appetit!

Posted in Allgemein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.