Mahnwachen zum Thema „Zoonosen“

Anlässlich der aktuellen Corona-Pandemie haben wir einen Infoartikel zum Thema Zoonosen veröffentlicht und waren auf den Straßen unterwegs.

1. Mahnwache am 16.05.2020

Am Samstag, dem 16.05.2020, organisierten wir vom Anima e. V., natürlich unter Beachtung diverser Schutzmaßnahmen, die erste Mahnwache zum Thema „Zoonosen“. Nachdem wir uns einige Wochen nicht gesehen hatten, war es umso schöner, endlich wieder gemeinsam auf der Straße aktiv zu werden. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Denn bei schönstem Sonnenschein trafen wir uns auf der Prager Straße und gaben unseren Schildern noch den letzten Schliff. Die neuesten Lockerungen waren direkt spürbar, denn in der Fußgängerzone gab es ein Gewusel wie lange nicht mehr.

Einen aktuelleren Anlass gibt es nicht

Pandemien sind oftmals Folgen menschlichen Handelns. Die Zerstörung der Natur und das Ausbeuten anderer Lebewesen können Ursachen für die Entstehung von Erregern wie Covid-19 sein. Vor allem die Massentierhaltung und der illegale Wildtierhandel begünstigen die schnelle Ausbreitung von Viren. Die Tiere leben auf viel zu engem Raum miteinander, weshalb ihr Immunsystem extrem geschwächt wird und sie anfälliger für Krankheiten werden, die wiederum auf den Menschen übertragen werden können. Um darauf aufmerksam zu machen, stand der Samstag ganz im

Weniger Fleisch = Weniger Pandemien www.probiers-jetzt.de

Kurze und prägnante Aussagen sollen auf das Thema Zoonosen aufmerksam machen.

Zeichen von „Zoonosen“. Kurzum, Infektionskrankheiten, die bei Tieren und Menschen gleichermaßen vorkommen können. Auch die Übertragung kann von Tieren auf Menschen und umgekehrt erfolgen.

Die Aktion war als reine Silent Line konzipiert, um die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Obwohl wir nicht mit Menschen ins Gespräch kommen duften, hatten wir eine gute Resonanz, denn unsere Schilder und ihre Botschaften wie „Weniger Fleisch = weniger Pandemien“ wurden von vielen Passierenden begutachtet.

Unser Fazit

Neben der positiven Resonanz auf der Straße gab es auch positives Feedback auf unseren Social-Media-Kanälen, weshalb wir uns entschieden haben, diese Mahnwache zu wiederholen. Es ist wichtig, Aufklärung zu diesem Thema zu betreiben und Menschen zu sensibilisieren, denn wir alle können mithelfen, die Verbreitung von Viren zu verhindern oder zumindest zu verringern.

2. Mahnwache am 30.05.2020

Für die Wiederholung wählten wir denselben Ort auf der Prager Straße. Auch diesmal war es recht sonnig und es zog viele Menschen an die Luft und in die zahlreichen Geschäfte der Innenstadt, welche teilweise wieder geöffnet sind.

Resonanz und Bedeutung

Schon die erste Mahnwache war ein Erfolg und auch dieses Mal gab es viele positive Reaktionen. Ob Handzeichen oder Passierende, die sich unsere Domain der Website abfotografiert haben – das Feedback war überwiegend positiv.

Ein Schild mit der Aufschrift "Tierzuchtbetriebe sind Trainingslager für neue Viren"

Solange sich die Tierhaltung nicht grundlegend ändert, besteht immer wieder die Gefahr neuer Pandemien.

Mit unseren Aktionen möchten wir auf die Gefahren von Massentierhaltung, Tierhandel und der Zerstörung von Lebensräumen aufmerksam machen. Unsere Schilder beziehen sich genau auf diese Faktoren, sind leicht verständlich und prägnant, z. B.: „Massentierhaltung als Brutreaktor für Keime“. Durch die beengte Haltung von Tieren in Käfigen und Boxen entwickelt sich ein guter Nährboden für Viren und Bakterien. Es brechen Krankheiten aus, die meist nicht behandelt werden und sich dadurch unter den Tieren ausbreiten und auf den Menschen übertragen werden können. Die Gefahr der Entstehung von Epidemien und Pandemien ist entsprechend hoch und die Eindämmung gestaltet sich schwierig.

Haltung zeigen

Wir werden die Mahnwache in bestimmten Abständen wiederholen und hoffen auf weitere Interessierte, die unsere Botschaften verbreiten. Auf Facebook und Instagram werden die Daten für den nächsten stillen Protest bereitgestellt. Unsere Aktionen sollen weiterhin auf die Missstände hinweisen, denn auch nach der Corona-Pandemie sind die Gefahren bei gleichbleibendem menschlichen Verhalten gegenüber Tieren und anderen Lebensräumen dieselben.

Veröffentlicht in Massentierhaltung.

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