Türchen Nr. 9

Auguste

Die kalte Jahreszeit macht gerade ihrem Namen alle Ehre. Um der Kälte zu entgehen, möchte man sich drinnen wie draußen dick und warm einpacken – das aber leider oftmals zum Leidwesen von vielen Gänsen, die an Weihnachten ohnehin nicht viel zu lachen haben: Bis zu sieben mal in ihrem Leben werden den meisten Gänsen im sogenannten Lebendrupf bei vollem Bewusstsein ihre Federn aus dem Leib gerissen.

Damit auch Gänse ein schönes Weihnachten erleben, zeigen wir euch heute hinter unserem Kalendertürchen gute Alternativen, wie ihr eure Decken und Jacken daunenfrei halten könnt und dabei nicht frieren müsst:

Für Decken und Kopfkissen eignet sich hervorragend die sogenannte Regeneratfaser Lyocell (manchmal auch Tencel genannt). Sie wird aus natürlich vorkommenden, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und durch chemische Prozesse hergestellt. Im Gegensatz zu anderen Regeneratfasern erfolgt die Produktion von Lyocell sehr umweltschonend und nahezu emissionsfrei. Häufig wird Lyocell mit anderen Naturfasern wie z. B. Baumwolle vermengt. Wer es komplett naturbelassen mag, kann auf Decken mit der Naturfaser Kapok zurückgreifen. Hier müssen unter Umständen jedoch Abstriche in Sachen langer Haltbarkeit gemacht werden.

Für den warmen Spaß im Schneetreiben eignen sich zwar ebenso mit Lyocell gefütterte Jacken, jedoch haben andere Stoffe hier einen kleinen Vorsprung. Jacken aus Thinsulate oder Primaloft sind dünn, mollig warm und sind sowohl atmungsaktiv als auch relativ wasserabweisend. Insgesamt zeichnen sie sich durch hohen Tragekomfort aus und wärmen – im Gegensatz zu Daunen – auch noch hervorragend, wenn sie nass sind. Also optimal für die nächste Schneeballschlacht! Achtet beim Kauf nur darauf, dass die Materialien nicht mit anderen Stoffen vermengt werden. Um es geschmeidiger zu machen, wird vor allem Primaloft öfters auch zur Hälfte mit Merino-Wolle vermischt.

Dann kann der Winter ohne Zähneklappern – und Tierleid – kommen!

Veröffentlicht in Adventskalender 2014.

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